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      Vollholz

      Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Vollholz. Wir möchten Sie mit diesem Wissen bei der gezielten Auswahl Ihrer Projektmaterialien unterstützen. Sie wissen bereits, welche Produkte aus Vollholz Sie benötigen?

      Im Sägewerk wird Vollholz aus entrindeten Baumstämmen geschnitten und zu Brettern (bis 4 cm), Latten (Querschnitt < 32 cm²), Bohlen (Dicke > 4 cm), Balken (Breite < 7 cm, Höhe < 20 cm) und Kanthölzern (Breite > 6 cm, Höhe > 20 cm) für die holzverarbeitende Industrie, für Tischlereien und Möbelbauer vorkonfektioniert. Die Eigenschaften richten sich nach der verwendeten Holzart, aus dem die Profile geschnitten werden.

      Vollholz ist beliebt, weist jedoch auf Grund der hygroskopischen Eigenschaften einige Nachteile auf (z. B. Rissbildung). Astansätze oder ungleichmäßiger Wuchs können zwar besondere ästhetische Qualitäten bewirken, sind aber unter Festigkeitsgesichtspunkten für Anwendungen im Baugewerbe eher von Nachteil. Aus diesem Grund ist unter der Bezeichnung Konstruktionsvollholz (KVH) ein spezielles Bauholz auf dem Markt verfügbar, das nach Festigkeit sortiert, technisch getrocknet und kalibriert wird und in einem definierten Bereich konstante Qualitätseigenschaften aufweist. Die Holzfeuchte liegt beispielsweise bei 15 % (± 3 %), also im Bereich des späteren Einbauzustandes, so dass das Arbeiten des Holzes nahezu ausgeschlossenwird. Die Maßhaltigkeit wird durch leichtes Hobeln nach dem Trocknen sogar noch erhöht. Konstruktionsvollholz gibt es für den sichtbaren (KVH Si) und nicht sichtbaren (KVH NSi) Einbau. Auf eine besondere Oberflächenqualität wurde bei KVH Si besonders geachtet.

      Darüber hinaus sind Vollhölzer auf dem Markt verfügbar, die unter Einwirkung von Wärme und Druck oder durch Tauchen in bestimmte flüssige Substanzen in ihren Gebrauchseigenschaften optimiert wurden und zum Beispiel resistent gegen Schädlingsbefall sind.

      Thermisch modifiziertes Vollholz

      Durch thermisches Vergüten oder Baden in heißem Öl werden insbesondere die Quell- und Schwindeigenschaften optimiert. Infolge der Wärmebehandlung verändert sich der Zellaufbau so sehr, dass Wasseraufnahme und Ausgleichsfeuchte entscheidend verringert werden. Quell- und Schwindverhalten reduzieren sich um etwa 50 %, so dass sich Ölvollhölzer steigender Beliebtheit erfreuen. Außerdem verlieren Bakterien und Pilze ihre Nahrungsgrundlage. Thermisch modifiziertes Holz (Thermoholz) ist daher resistenter gegenüber Schädlingsbefall und somit geeigneter für den Einsatz im Außenbereich. Es tritt seit etwa Mitte der 1990er Jahre in Konkurrenz zu den für Außenanwendungen typischen Tropenhölzern wie beispielsweise Teak. Man findet thermisch vergütetes Holz heute schon häufig bei Fassadenverkleidungen, im Garten- und Landschaftsbau (z.B. Terrassen) und in Wellnessbereichen.

      Tränkvollhölzer

      Durch Tauchen von Vollholzprofilen in Holzschutzmittel, Paraffin, Wachs oder flüssiges Metall werden insbesondere die mechanischen und elektrischen Eigenschaften von Tränkvollhölzern entscheidend verbessert. Sie weisen eine erhöhte Dichte, Festigkeit und Härte auf und zeigen hervorragende Reibeigenschaften. Getränkt in Kunstharz findet Vollholz beispielsweise für Parkettböden oder im Modellbau Verwendung.

      Pressvollholz

      Pressvollholz hat eine unter Wärme und hohen Drücken verdichtete Struktur für große Beanspruchungen im Bauwesen und Maschinenbau. Die Rohdichte kann bis zu 1400 kg / m³ betragen.

      Verarbeitung

      Holzkonstruktionen können wegen der besonderen Eigenschaften des natürlichen Materials häufig nicht gut ausgeführt werden und weisen zum Teil ganz erhebliche Nachteile bei der späteren Anwendung auf. Folgende Besonderheiten lassen sich zusammenfassen:

      • Vollholz arbeitet bei Feuchtigkeitsveränderung. Massivholzteile sind daher nicht maßbeständig und können reißen
      • Eigenschaften wie Festigkeit oder Härte orientieren sich an der Faserrichtung. Sie sind quer zur Faser meist viel geringer als parallel dazu.
      • Die Fertigung flächiger Werkstücke aus Vollholz ist zeitaufwändig: Bretter müssen ausgewählt, zugeschnitten, gefügt und zu Tafeln verleimt werden.
      • Gutes Holz ist knapp und teuer
      • In der holzverarbeitenden Industrie entstehen Holzreste, die es aus Gründen des Naturschutzes zu verwerten gilt.

      Die Probleme bei Verarbeitung und Anwendung von Vollholz führten zur Entwicklung von Plattenwerkstoffen und Formteilen mit homogenem Eigenschaftsprofil und genau vorhersagbaren technischen Spezifikationen. Diese werden aus verschiedenen Lagen (Lagen- bzw. Sperrholz) zusammengesetzt oder auf Basis von Reststoffen wie Holzspänen (Spanholz) und Fasermaterial (Holzfaserplatten) gefertigt.

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