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      Polyoxymethylen (POM)

      Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Polyoxymethylen. Wir möchten Sie mit diesem Wissen bei der gezielten Auswahl Ihrer Projektmaterialien unterstützen. Sie wissen bereits, welche Produkte aus Polyoxymethylen Sie benötigen?

      Der konstruktive Glasbau hat in der zeitgenössischen Architektur eine große Bedeutung. Um nach außen hin die Glasfläche vollständig zur Geltung zu bringen, kommen zur Befestigung der Glasplatten an der Fassade Punkthalter zum Einsatz, durch die der konstruktive Aufwand auf ein Minimum reduziert werden kann. Die einzelne Scheibe wird mit vier oder sechs Haltern an der Baukonstruktion befestigt. Ein wichtiger Bestandteil dieser Punkthalter ist eine Kunststoffeinlage, die Biegezugbeanspruchungen abfedert. Neben einigen anderen Alternativen werden diese in der Regel aus dem thermoplastischen Kunststoff Polyoxymethylen (POM) gefertigt, den man auch unter den Namen „Polyacetal” oder „Polyformaldehyd” kennt.

      Eigenschaften

      Polyoxymethylen ist ein sehr steifes und dimensionsstabiles Material. Es zählt zur Gruppe der technischen Kunststoffe. Die guten mechanischen Eigenschaften, wie hohe Härte, sehr gute Zähigkeit, hohe Festigkeiten und gute Chemikalienbeständigkeit verdankt der Werkstoff seinem hochkristallinen Gefüge. Der kristalline Anteil beträgt etwa 75 %. Daher ist POM in ungefärbtem Zustand weiß opak und hat einen hohen Oberflächenglanz. Der niedrige Gleitreibungskoeffizient und die hohe Abriebfestigkeit machen Polyoxymethylen als Lagerwerkstoff und für Gleit- und Führungselemente im Maschinenbau sehr interessant. POM hat eine hohe Wärmeformbeständigkeit und ist bei Temperaturen zwischen -40 °C und 90 °C einsetzbar. Durch Zusatz von Glasfasern können die mechanischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen gesteigert werden. Das gute Federungsvermögen macht POM ideal für Schnappverbindungen. Weiterhin zu erwähnen ist die gute Isolationseigenschaft vor elektrischen Strömen. POM ist physiologisch unbedenklich. Zu starke UV Strahlung führt zur Versprödung des Werkstoffs.

      Anwendung

      POM kann sein besonderes Eigenschaftsprofil vor allem bei dünnwandigen Präzisionsteilen ausspielen. Bauteile mit Wandstärken von nur 0,15 mm sind möglich, die in der Feinwerktechnik, Fahrzeugindustrie, im Bauwesen und für Haushaltsgeräte Verwendung finden. Typische Verwendungsbeispiele sind Zahnräder, Umlenkrollen, Kupplungsteile, Kabelführungen, Laufräder, Spulenkörper, Wälzlagerkäfige, Lüfterräder, Türschlosssysteme und Federelemente. In der Textilbranche kommt der Werkstoff für Reißverschlüsse oder Gardinenrollen in Frage. Für Möbeldesigner ist die Eignung des Werkstoffs für Scharniere und Beschläge interessant. Auch wird POM für die Herstellung von Gasampullen und Fahrzeugtanks verwendet.

      Verarbeitung:

      Spritzgießen, Extrudieren oder Blasformen ist bei Temperaturen der Polyoxymethylen-Masse zwischen 180 °C und 220 °C sehr gut möglich. Ein Schwindmaß von 1–3 % muss aber eingerechnet werden. Gebogen werden kann der Werkstoff unter Wärme bei etwa 160 °C. Warmumformen ist aber eher ungewöhnlich. Geschweißt werden kann POM mit allen Kunststoffschweißtechniken. Kleben ist schwierig, da Polyoxymethylen zu den Kunststoffen mit niedriger Oberflächenenergie zählt. Um die Haftung des Klebstoffs zu erhöhen, sollte die Oberfläche zum Beispiel durch Beflammen vorbehandelt werden. Dann sind Zweikomponentensysteme für die Klebeverbindung geeignet. POM kann sehr gut zerspant werden. Eine Kühlung ist nicht erforderlich. Der Werkstoff ist geeignet für das Einbringen gewindeformender Schrauben. POM-Oberflächen können im Vakuum metallisiert, lackiert, beflockt und mit dem Laser beschriftet werden.

      Lieferformen

      Polyoxymethylen ist in Form von Granulat für die Weiterverarbeitung am Markt erhältlich. Auch Halbzeuge können bezogen werden.

      Handelsnamen

      „Anjaform“ – J&A Plastics, „Delrin“ – DuPont, „Tenac“ – Asahi Thermofil, „Celcon“, „Hostaform“ – Ticona, „Duracon“ – Polyplastics, „Kepital“ – Korea Engineering Plastics, „Ultraform“ – BASF, „Fürkaform“ – Solvadis Polymere, „Lucel“ – LG Chemical

      Alternativen

      Polyamide (PA), Polyester, Polytetrafluorethylen (PTFE)

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