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      Ethylenvinylacetat (EVA)

      Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu Ethylenvinylacetat. Wir möchten Sie mit diesem Wissen bei der gezielten Auswahl Ihrer Projektmaterialien unterstützen. Sie wissen bereits, welche Produkte aus Ethylenvinylacetat Sie benötigen?

      Wir kennen das Material aus unserer Küche. Folien und Beutel, die sich zum Verpacken von frischem Gemüse oder Fleisch und die Lagerung im Gefrierschrank eignen, werden in der Regel aus Ethylenvinylacetat hergestellt. Den Einsatz verdankt der Werkstoff seiner Eigenschaft selbst bei niedrigen Temperaturen besonders stark zu schrumpfen, eine Qualität, die für das luftdichte Aufbewahren von Lebensmitteln von Interesse ist.

      Eigenschaften

      Der Begriff Ethylenvinylacetat (EVA) bezeichnet eine Gruppe von Copolymeren, die durch Polymerisation von Ethylen und Vinylacetat entstehen. Daher sind auch noch ältere Schreibweisen wie Ethylen / Vinylacetat, E / VA und Ethylvinylacetat im Umlauf.

      Obwohl die Kettenmoleküle starke Verzweigungen aufweisen, ist die Struktur nur an wenigen Stellen kristallin. Daher sind Ethylenvinylacetate thermoplastisch und lichtdurchlässig. Dichte und Eigenschaften richten sich in besonderem Maße nach dem Vinylacetatgehalt (VAC). Bei geringem Anteil VAC ist EVA im Vergleich zu PE-LD lichtdurchlässiger, zäher, flexibler und formstabiler unter Wärme. Ein größerer Vinylacetatgehalt reduziert Festigkeit, Steifigkeit und Chemikalienbeständigkeit.

      Der Werkstoff weist eine fast kautschukähnliche Flexibilität auf und ähnelt im Eigenschaftsprofil weichem Polyvinylchlorid (PVC-P). Gleichzeitig steigen Reiß- und Stoßfestigkeit sowie Lichtdurchlässigkeit und Glanz. Das Adhäsionsvermögen nimmt zu, so dass sich EVA mit hohem Vinylacetatgehalt für Beschichtungen und als Klebstoff eignet. Die Einsatztemperaturen des thermoplastischen Werkstoffs liegen zwischen -50 °C und +60 °C. Bei höheren Temperaturen schmilzt er. Auffallend ist das gute Aufnahmevermögen für anorganische Füllstoffe wie Ruß, Kreide oder Glimmer. EVA ist für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen.

      Anwendung

      EVA findet vor allem als Verpackungsmaterial in Haushalt und Garten Verwendung. Es ist der klassische Packwerkstoff für Tiefkühlkost und Eiswürfel. Die kautschukähnliche Flexibilität macht EVA für Schuhsohlen und für falt- und formbare Spielzeuge geeignet. In der Elektroindustrie wird das Material für Kabelummantelungen und -beschichtungen verwendet. Weitere Anwendungsbeispiele sind Verschlüsse, Dichtungen, Landwirtschaftsfolien, flexible Rohre oder Zwischenschichten in Sicherheitsgläsern. EVA mit einem Vinylacetatgehalt von 70-95 % eignet sich als Klebstoff und ist Bestandteil in Pulverbeschichtungen, Emulsionsfarben und Poliermitteln.

      Verarbeitung

      Die Be- und Verbeitungsmöglichkeiten sind mit denen von PE-LD vergleichbar. EVA wird im Spritzgussverfahren bei Temperaturen zwischen 175 °C und 220 °C und durch Extrusion bei 140-180 °C verarbeitet. Auch Blasformen ist durchaus üblich. EVA-Folien können leicht bedruckt, gut heiß gesiegelt und geklebt werden. Warmgas-, Reibungs- und Heizelementeschweißen sind möglich.

      Lieferformen

      EVA ist als Granulat, Dispersion, Folienmaterial oder Halbzeug (z. B. Schläuche, flexible Rohre) erhältlich.

      Handelsnamen

      „Greenflex“ – Polimeri Europa, „Denka ER“ – Denki Kagaku Kogyo, „Escorene MV“ – Exxon Mobil Chemical, „Levapren“ – Bayer MaterialScience, „Platabond“ – Atofina, „Ultrathene“ – Equistar Chemicals, „Vamac“ – DuPont

      Alternativen

      PVC-P, Polyethylen (PE-LD)

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