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      StartseiteMalen & ZeichnenSkizzen-, Zeichen- und Malpapier

      Aquarellpapier und -karton

      Informationen zu Aquarellpapier und -karton

      Zum Aquarellieren geeignetes Papier muss zu einem gewissen Grad saugfähig, aber auch so feuchtigkeitsbeständig sein, dass die Oberflächenstruktur erhalten bleibt und sich keine Papierfasern ablösen. Das Papier muss Farbe gleichmäßig annehmen und bei angefeuchteter Oberfläche soll ein sauberes Ineinanderlaufen der Farben gewährleistet sein. Diese Eigenschaften werden vorrangig über die Leimung des Papiers gesteuert. Ungeleimtes Papier (z.B. Löschpapier) saugt so stark, dass es sich kaum zum Bemalen und Beschreiben eignet.

      Je hochwertiger und dicker das Aquarellpapier ist, desto „nasser“ kann man arbeiten. Aber selbst die besten Aquarellpapiere wölben und verziehen sich bei einseitiger Nässung. Ideal ist daher ein beidseitiges, gleichmäßiges Nässen mit dem Schwamm, bevor man anfängt zu malen.

      Im Folgenden werden Begriffe geklärt, die im Zusammenhang mit Aquarell- und anderen Künstlerpapieren immer wieder auftauchen.

      Alkalisch gepuffert: Für eine dauerhafte Säurefreiheit und damit Alterungsbeständigkeit wird beim Leimen des Papiers Kalziumkarbonat (Kreide) zugesetzt. Kalziumkarbonat neutralisiert saure Schadstoffe aus der Luft und sorgt dafür, dass das Papier dauerhaft alkalisch bleibt.

      Alterungsbeständigkeit: Die als „höchst alterungsbeständig“ bezeichneten Papiere und Kartons entsprechen der höchsten Lebensdauerklasse nach DIN 6738 sowie ISO 9706, d.h. sie behalten über mehrere hundert Jahre ihre wesentlichen Verwendungseigenschaften. Die nicht gänzlich zu verhindernde Alterung von Papier wird verzögert durch die Verwendung holzfreier Rohstoffe wie Baumwollfasern oder alkalisch aufgeschlossener Zellstoffe mit einem sehr geringen Ligningehalt. Außerdem kommt es beim Herstellungsprozess von Papier darauf an, dass die Leimung neutral erfolgt und Kalziumkarbonat als Puffer gegen Säuren hinzugegeben wird.

      Echt Büttenpapier: Der Name Büttenpapier stammt von der „Bütte“, dem großen Behälter, in dem der Papierbrei angesetzt und mit dem Sieb geschöpft wird.

      Als Echt Büttenpapier dürfen nur Papiere bezeichnet werden, die im Hand- oder im maschinellen Rundsieb-Schöpfverfahren hergestellt wurden, denn nur bei diesen beiden Herstellungsverfahren entsteht der Büttenrand organisch mit der Bildung des Papierbogens. Der charakteristische Büttenrand entsteht durch Verdünnung des nassen Papierstoffes am Rand des Schöpfsiebes. Da das Endformat von Büttenpapier durch die Formateinteilung auf dem Sieb festgelegt ist, entstehen die Büttenränder immer an allen vier Seiten. Echte Büttenränder können nicht nachträglich erzeugt oder verändert werden.

      Im Gegensatz zu dem Schöpfvorgang aus einer Bütte wird das Gemisch aus Wasser und Fasern bei der Langsiebmaschine auf ein endloses Sieb gegossen oder gespritzt. Langsiebpapiere werden immer in einer endlosen Bahn auf Rolle gefertigt und nach der Herstellung in Bogen geschnitten. Daher können bei diesem Verfahren keine echten Büttenränder entstehen. Außerdem orientieren sich bei auf dem Langsieb hergestellten Papieren die Fasern vorwiegend in Laufrichtung des Siebes. Bei Rundsiebpapieren verteilen sich die Fasern dagegen fast so gleichmäßig in Längs- und Querrichtung wie bei handgeschöpften Papieren, wodurch eine hohe Dimensionsstabilität und Maßhaltigkeit des Papierbogens erzielt wird. Diese Eigenschaften sind besonders wichtig für Aquarellpapiere, auf denen sehr nass gemalt wird.

      Hadern: Hadern (früher Textillumpen, heute der Oberbegriff für unverholzte Pflanzenfasern aus z.B. Baumwolle oder Leinen) sind wegen ihrer langkettigen Fasern das beste Ausgangsmaterial für die Papierherstellung. Papiere aus Hadern oder mit einem Hadernanteil sind alterungsbeständiger und robuster als Papiere aus Zellstoff. In der Aquarellmalerei bewährt sich hadernhaltiges Papier besonders, wenn sehr nass gemalt wird.

      Masseleimung: Bei der Masseleimung oder Stoffleimung wird das Leimungsmittel schon vor der Blattbildung dem Faserbrei zugegeben, sodass eine gleichmäßige und vollständige Leimung aller Fasern gewährleistet ist. Beim Malen kann die Farbe in das Papier eindringen.

      Neutralleimung: Damit Papier alterungsbeständig und säurefrei ist, muss das Leimungsmittel alkalisch eingestellt sein, d.h. sein pH-Wert muss über 7,0 liegen. Durch den Zusatz von Kalziumkarbonat (Kreide) bleibt das Papier dauerhaft alkalisch – das ist die Voraussetzung für eine hohe Alterungsbeständigkeit.

      Oberflächenleimung: Bei der Oberflächenleimung wird das Leimungsmittel nach Fertigstellung des Papierbogens auf die getrocknete Oberfläche aufgetragen. Oberflächengeleimtes Papier lässt Farbe weniger schnell eindringen und ermöglicht häufigeres Korrigieren.

      Rundsiebmaschine: siehe „Echt Büttenpapier“

      Säurefreiheit: siehe „Neutralleimung“. Ausführliche Informationen finden Sie außerdem unter Informationen zu PASSEPARTOUT- UND MUSEUMSKARTON.

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