Modulor verwendet Cookies, um Ihnen ein optimales Einkaufserlebnis bieten zu können. Mit Nutzung der Modulor-Webseiten stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.    Mehr Informationen
B2B
0
Warenkorb
Mein Konto
Laden
Kategorien
    Produkte
      Produkte werden gefunden ...
      Die Suche nach »[word]« ergibt leider keine Treffer.
      StartseitePlatten & FolienWeichschaumstoff und Schaumgummi

      Polyurethan Weichschaumstoff

      Informationen zu Polyurethan Weichschaumstoff

      Herstellung/Eigenschaften: Polsterung, Transportschutz für wertvolle Güter, Filterung, Dämmung und Dämpfung, Haushaltsschwämmchen – das, was man im Alltag als Schaumstoff oder Polsterschaum bezeichnet, ist fast immer ein offenzelliger PU-(Polyurethan-)Schaumstoff. Er entsteht als Polyadditionsprodukt aus Isocyanaten und Polyether- bzw. Polyesterpolyol, das unter Verwendung von Treibmitteln zu langen Blöcken mit circa einem Meter Höhe und bis zu 2,5 Meter Breite aufgeschäumt und dann weiter konfektioniert, beispielsweise in Scheiben geschnitten, wird.

      PU-Weichschäume sind weitestgehend offenzellig, sie sind luftdurchlässig, atmungsaktiv und nehmen Feuchtigkeit auf. Ihre wichtigste Eigenschaft ist jedoch ihre Elastizität, anders ausgedrückt, ihre reversible Verformbarkeit, die bei der Herstellung entsprechend dem Verwendungszweck eingestellt werden kann. Dabei werden Schaumstoffe durch ihr Raumgewicht und ihre Stauchhärte definiert – ein gängiger Polsterschaum hat beispielsweise die Werte 35/55: Der erste Wert gibt das Raumgewicht von 35 kg/m³ an (ein Würfel mit einem Meter Kantenlänge wiegt also 35 kg), der zweite Wert, die Stauchhärte. Hier 5,5 kPa (Kilopascal) – der Wert wird aber meistens (auch bei uns) ohne Dezimaltrennzeichen, also mit 55 angegeben. Die Stauchhärte definiert man als den Druck, der nötig ist, um einen Schaum auf einer festgelegten Fläche um 40 % zusammenzudrücken. Je höher der Wert, desto fester der Schaum. Auch gilt: Je höher das Raumgewicht eines Schaumstoffs, desto langlebiger ist er und desto höher ist seine Rückstellfähigkeit. Ein Schaum mit einem niedrigem Raumgewicht ist weniger lange haltbar und hat eine geringere Rückstellfähigkeit, noch schlichter formuliert: Einmal richtig platt gedrückt, kommt ein leichter Schaum nicht mehr ganz hoch.

      Punktelastizität/Flächenelastizität: Je geringer die Stauchhärte, desto punktelastischer ist der Schaumstoff und umgekehrt, je höher die Stauchhärte, desto mehr verteilt sich der Druck auf die Fläche. Ein Extrem unter den PU-Schaumstoffen ist in dieser Hinsicht Viskoseschaum mit seiner weit herausragenden Punktelastizität. Das genaue Gegenteil und somit der festeste Schaum ist Verbundschaum.

      Ein Nachteil von PU-Schaum ist: Er vergilbt. Bei hellen, insbesondere weißen Schäumen kann man schon nach kurzer Zeit einen gelben Schleier ausmachen, bei dunklen Schäumen tritt die Verfärbung zwar ebenso rasch ein, ist aber kaum oder gar nicht sichtbar. Dafür haben helle Schäume den Vorteil, dass sie bei dünnen, hellen Bezügen nicht durchscheinen.

      Verträglichkeit/Toxizität: Alle angebotenen Schäume werden von einem deutschen Hersteller nach den Richtlinien des Verbandes der Weichschaumindustrie produziert. Alle Schäume sind Ökotex100-zertifiziert und nach aktuellem Stand der Wissenschaft physiologisch für den Menschen absolut unbedenklich. PUR-Schäume weisen manchmal (noch) einen typischen Eigengeruch auf, den manche als unangenehm empfinden; auch diese flüchtigen Stoffe wurden untersucht – sie stellen bei normalem, sachgemäßen Gebrauch der Weichschäume keinerlei Gefahr für den Verbraucher da.

      Sorten und Anwendung:

      Leichte, weniger feste Weichschäume werden tendenziell in eher größeren Stärken verwendet, da sie sich leichter zusammendrücken lassen und in geringer Stärke somit schneller ihre polsternde Wirkung verlieren. Schwere, feste Schäume (beispielsweise Verbundschaum) werden dagegen eher in dünneren Stärken eingesetzt, denn aufgrund ihrer höheren Festigkeit benötigt man meistens nur eine geringe Auflagenhöhe. Aufgrund des höheren Raumgewichtes sind sie außerdem teurer.

      Unser Angebot an PU-Schäumen lässt sich wie folgt in Sorten unterteilen:

      Konventionelle PU-Schäume (Polsterschaum) für Polsterungen und Verpackungen – der Standard-Schaum, den wir in unterschiedlichen Raumgewichten anbieten: Einen Schaum mit geringem Gewicht nimmt man für leichte Spielelemente für Kinder, für Beinauflagen und eher für Rückenlehnen als für Sitzpolster. Die Qualität 35/55 ist DER Standard-Schaum für Polsterungen aller Art, für Liegepolster, Sitzkissen, usw.. Einen Schaum mit höherem Gewicht verwendet man beispielsweise in der Gastronomie für besonders stark strapazierte Sitzpolster oder für Auflagen, die widerstandsfähig sein müssen.

      Verbundschaum ist ein besonders fester Schaum. Man kann ihn rein optisch leicht von den anderen Schäumen aufgrund seines melierten Aussehens unterscheiden. Anwendungen: Dünne Sitzpolster, Barhocker, die Sitzbank eines Motorrades, Schalldämmung von Räumen, Kniebänke in der Kirche, Polsterung von Bierbänken.

      Noppenschaum, ein besonders geschnittener, leichter Schaum mit dreidimensionaler Oberfläche für Verpackungen und akustische Zwecke.

      Filterschaum, der in einem zusätzlichen Herstellungsverfahren mit einer spezifizierten Durchlässigkeit versehen und in der Folge für technische Anwendungen verwendet wird (bei uns aber in erster Linie für Modellbauzwecke im Sortiment ist).

      Zudem gibt es diese Sorten:

      Kaltschaum ist vereinfacht gesagt die teure Variante zum konventionellen PU-Schaum: ein hochwertiger und langlebiger Schaum mit einer besonderen Elastizität, der in erster Linie für Matratzen oder für besonders hochwertige Sitzelemente und Bankauflagen verwendet wird.

      Viskoseschaum ist ein watteartiger, extrem weicher und punktelastischer Schaum für besonders weiche Sitzauflagen, z.B. Rollstuhlkissen. Hauptsächlich aber wird er als Komfortlage bei Matratzen verwendet.

      Verarbeitung: Idealerweise schneidet man Weichschaumstoff mit der Bandsäge oder einer Schaumstoff-Handsäge, die, wie ein elektrisches Küchenmesser, mit zwei gegenläufigen Klingen schneidet. Ein solches Werkzeug ergibt die saubersten Schnitte, da sich der elastische Schaumstoff beim Schneiden weniger verzieht. PU-Schaum lässt sich, im Gegensatz zu Polystyrol-Schaum (Styropor u.ä.), nicht so einfach mit einer THERMOSÄGE schneiden. Wenn man Weichschaumstoff, ohne genanntes Werkzeug zu haben, selbst schneiden möchte, dann besser mit der gezahnten Klinge eines Brotmessers als mit der glatten eines Cutters. Manche sind besonders schlau: Sie tränken den Schaum, frieren ihn ein und schneiden ihn dann als vorübergehend gehärteten Block. Mit kleineren Unsauberkeiten sollte beim Schaumstoffschneiden aber grundsätzlich gerechnet werden, je weicher der Schaumstoff, desto schwieriger wird ein sauberer Schnitt.

      Um Schaumstoffplatten aufzudoppeln (also zwei Stücke flächig miteinander zu verbinden), für Befestigungen an der Wand und die meisten anderen Verbindungen, wird PU-Schaum meistens mit SRÜHKLEBER, oder alternativ mit DISPERSIONSKLEBSTOFF (beispielsweise Decotric Styroporkleber), verarbeitet.

      Die Einsatzmöglichkeiten lassen sich durch Kombination verschiedener Schaumstoffe miteinander noch vervielfältigen: Es sind eine Vielzahl an Kombinationen von verschiedenen Stärken oder Festigkeiten denkbar und gegebenenfalls für die konkrete Anwendung ideal. So werden bei Matratzen Viskose- mit Kaltschäumen verbunden; ein anderes Beispiel sind (Kampf-)Sportmatten, die häufig aus einer Deckenschicht aus festerem Verbundschaum und einer Bodenschicht aus weicherem Polsterschaum bestehen.

      Das ist Modulor
      Modulor Newsletter