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      StartseitePlatten & FolienLochblech

      Rohstahl Lochbleche

      Informationen zu Rohstahl Lochbleche

      Ein Blech mit einer großen Anzahl gleich großer Löcher in gleicher geometrischer Form und Stellung in versetzten, diagonal versetzten oder geraden Reihen heißt Lochblech. Gelocht werden verschiedenste Materialien: Hauptsächlich Stahl und Aluminium, aber auch Messing, Kupfer, Zink, Nickel oder Titan werden zu Lochblechen verarbeitet; Kunststoffe, Karton oder Holzfaserplatten können ebenso die Pressen der Lochblechhersteller durchlaufen.

      Die Bleche werden auf verschiedene Weise perforiert. Das schnellste und wirtschaftlichste Verfahren ist die Lochung auf der Breitpresse. Hier wird das Blech auf der ganzen Breite in einem Zug bearbeitet. Eine oder mehrere hintereinanderliegende Stempelreihen perforieren mit hoher Hubfolge - bei modernen Maschinen können das über 400 Hübe in der Minute sein - das schrittweise durch die Maschine transportierte Blech. Das Breitpressenverfahren kann wirtschaftlich nur für häufig nachgefragte Lochungen angewendet werden, da die Herstellung eines Werkzeugs mit großer Stempelzahl sehr teuer ist.

      Daneben werden Lochbleche auf der Streifenpresse gefertigt. Auf dieser Maschine wird ein preiswerteres Werkzeug mit wenigen, im Extremfall einem Stempel eingesetzt. Das Blech wird streifenweise perforiert. Der Herstellungsprozess nimmt dadurch mehr Zeit in Anspruch.

      Die Perforierwerkzeuge hinterlassen bei ihrer Arbeit keine vollkommen glatten Löcher: Auf der Stempelaustrittsseite bleibt ein sehr feiner Rand stehen, so dass die Blechrückseite leicht rau ist. Nach dem Lochen müssen die Bleche noch plangerichtet werden, denn durch das Perforieren haben sie sich verformt.

      Geringe Mengen gleichmäßig perforierter Bleche (oder anderer Materialien) sowie ungleichmäßig gelochte Materialien werden heute vorzugsweise auf computergesteuerten Anlagen hergestellt. Abhängig vom zu lochenden Material und der Produktionsmenge stehen Fräsen, Schneidplotter oder Wasserstrahl- und Laserschneider zur Auswahl.

      Diese Verfahren nehmen nicht nur bei der Herstellung von „gelochten Materialien“ einen immer größeren Stellenwert ein - sie werden inzwischen fast ausschließlich zur auftragsbezogenen Produktion kleinerer Mengen zwei- und dreidimensionaler Gegenstände eingesetzt: Folien werden mit dem Schneidplotter geschnitten, Modellbaufassaden oder Buchstaben werden gefräst, Bleche und Kunststoffplatten werden mit Wasser- oder Laserstrahl in Form gebracht.

      Anwendung: Siebe, Pressen, Trockner und Filter sind typische technische Einsatzgebiete für Lochbleche; Lautsprecherverkleidungen und Waschmaschinentrommeln sind Anwendungsbeispiele aus dem Alltag.

      Lochbleche werden mehr und mehr im dekorativen, gestalterischen Bereich eingesetzt. Beispiele sind Verkleidungen von Bauteilen, Möbeln, Lampenschirmen bis hin zu Gebrauchsgegenständen des Alltags. Die feinen Lochbleche aus Aluminium und Stahl werden gern im Architekturmodellbau eingesetzt, sind jedoch auch für Schmuck- und Bastelarbeiten gut geeignet.

      Interessante Effekte ergeben sich, wenn zwei Lochbleche mit gleicher Lochung verdreht übereinander montiert werden. Es entstehen Moirés, die bei Durchlicht am besten zur Geltung kommen.

      Waren-Präsentationswände aus Lochblech Besonders mit fein gelochten Blechen lassen sich bei leichtem Versatz interessante Moiré-Effekte erzielen.


      Sorten, Qualitäten, Bezeichnung
      Die gebräuchlichsten Lochformen sind Rundloch und Quadratloch, häufiger werden auch Langlöcher rund oder eckig angeboten. Die Palette potenzieller Perforationsvarianten ist breit. Gefertigt werden auch Sechsecklochungen, Rautenlochungen, Kreuzlochungen oder Schlüssellochungen.

      Die Lochabmessungen quadratischer und runder Löcher werden durch die Lochweite w (die Seitenlänge des Quadrats oder den Durchmesser des Rundlochs) charakterisiert.

      Bei eckigen Langlöchern kommt die Lochlänge l (die größere Seitenlänge des Lochs) als Maß dazu. Der Lochabstand wird durch die Lochteilung t oder die Stegbreite c angegeben.

      Bei Langlochungen gibt es zwei Teilungsmaße:


      • die Teilung t1 wird quer zu den Längsachsen der Langlöcher
      • die Teilung t2 wird parallel zu den Längsachsen der Langlöcher gemessen.

       

       

      Die Lochstellung definiert die Anordnung der Löcher im Blech. Am häufigsten ist die um 60° versetzte Rundlochung anzutreffen. Dabei sind die Löcher so versetzt, dass die Mittelpunkte dreier, benachbarter Löcher ein gleichseitiges Dreieck bilden. Daneben werden Rundlochungen in diagonal, d.h. um 45° versetzten und in geraden Reihen gefertigt. Quadratlochbleche werden mit geraden, versetzten und diagonal versetzten Reihen angeboten.

      Die offene Fläche, besser "relative freie Lochfläche a0" ist als der prozentuale Durchlass definiert, der auf ein Loch mit angrenzenden halben Stegbreiten bezogen wird. Wichtig ist diese Angabe hauptsächlich für den Siebdurchlass des Lochblechs bei technischen Anwendungen. Im gestalterischen Bereich spielt sie eine Rolle bei der Beurteilung der Licht- oder Schalldurchlässigkeit.

      Bezeichnet werden die Lochbleche folgendermaßen:

      • QG steht für eine Quadratlochung in geraden Reihen,
      • RV steht für eine Rundlochung in versetzten Reihen,
      • das Lochungsmaß wird als w/t (Lochweite/Teilung) angegeben.

      Ein Lochblech mit der Bezeichnung RV 5,0/8,0 besitzt also eine runde Lochung mit einem Lochdurchmesser von 5,0 mm und einer Teilung von 8,0 mm. Beim Langlochblech eckig 2,4/3,0 - 1,2/1,8 steht das erste Wertepaar für Lochlänge und Teilung in Längsrichtung, das zweite für die gleichen Werte in Querrichtung.

      Eine Speziallochung ist das Sechseckloch: Bei der Maßangabe 1,5/2,2 steht der erste Wert für die Lochweite in horizontaler Richtung, der zweite für die Teilung.

      Verarbeitung: Lochbleche sind wie ungelochte Bleche zu verarbeiten. Dünne Bleche bis s = 0,5 mm lassen sich noch mit dem Cutter oder der Schere schneiden, stärkere müssen mit Blechscheren bzw. hydraulischen oder elektrischen Schnittwerkzeugen getrennt werden. Stärkere Aluminium-Lochbleche sind auch mit der Stich- oder Kreissäge zu sägen (NE-Metall-Sägeblatt). Die Bleche gewinnen durch Abkanten an Stabilität. Für eine Oberflächenbehandlung mittels Lackieren müssen sie entfettet sein, um die Haftung des Lacks sicherzustellen. Wichtig: Ganze Lochblechtafeln besitzen fertigungsbedingt immer einen ungelochten Rand von 3 bis 20 mm Breite. Da Verkaufszuschnitte aus ganzen Tafeln geschnitten werden, können wir die Lieferung randfreier Zuschnitte nicht garantieren.

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