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      Echte Büttenpapiere

      Informationen zu Echte Büttenpapiere

      Unsere handgeschöpften Papiere kommen von kleinen Papiermühlen, in denen Papier noch wie vor der Industrialisierung hergestellt wird. Dazu werden die Fasern (i.d.R. Baumwolle, aber auch Flachs, Hanf etc.) im sogenannten Holländer zerschreddert und dabei zu Zellstoff aufgeschlossen. Anschließend wird der Faserbrei (Pulp) zusammen mit Wasser in einen großen Bottich (die Bütte) gegeben und gut verrührt, damit die Fasern in der Bütte schweben und eine Suspension ergeben.

      Beim Schöpfen des Papiers taucht der Papiermacher das Sieb (ein Rahmen mit einem aufgebrachten Drahtgewebe) in die Bütte mit den gleichmäßig darin verteilten Fasern und hebt es wieder heraus, sobald oberhalb des eingetauchten Siebes die passende Menge Fasern schwimmt, um ein Papier in der gewünschten Stärke zu erzeugen. In einem leicht abweichenden Verfahren wird die wäßrige Fasersuspension auf das Sieb gegossen, welches sich in einem Bottich mit Wasser befindet und gleichmäßig auf der Siebfläche verteilt. Handgeschöpfte Papierbögen sind deshalb immer ein Unikat mit unregelmäßigen Büttenrändern in leicht variierenden Formaten.

      Zum Trocknen werden die feuchten Bögen zwischen Wollfilzplatten gestapelt, anschließend gepresst und an der Luft getrocknet. Abhängig vom Verwendungszweck werden die Papiere nach dem Trocknen noch geleimt, erneut gepresst und getrocknet, um eine Oberfläche zu erhalten, die z.B. Aquarellfarbe wie gewünscht annimmt. Papiere mit rauer Oberfläche nehmen beim Pressen die Struktur des Filzes an – man spricht dann von einer sogenannten „Filzmarkierung". Matte Papiere werden zwischen Zinkplatten gepresst und erhalten somit eine glattere Oberflächenstruktur.

      Khadi Papiere werden in Indien von der „Khadi Paper Mill" hergestellt, die 1994 von jungen Papierenthusiasten aus England zusammen mit indischen Partnern gegründet wurde, um hochwertige Künstlerpapiere für den europäischen Markt zu produzieren. Mittlerweile ist Khadi Papers die einzige indische Papiermühle, die in der Lage ist, große handgeschöpfte Büttenpapiere aus Hadern (Cotton Rag) in bester Künstlerqualität herzustellen. Die Mühle beschäftigte 2005 über 50 Menschen aus der direkten Umgebung. Außerdem wurden Arbeitsplätze in zahlreichen Gewerken geschaffen, die mit der Belieferung der Mühle und der Verarbeitung ihrer Produkte in engem Zusammenhang stehen.

      Bei Khadi werden aber auch die ökologischen Belange im Zusammenhang mit der Papierherstellung äußerst gewissenhaft behandelt. Das betrifft in erster Linie das verwendete Wasser, welches für die Papierproduktion in großen Mengen benötigt wird – bei Khadi bis zu 40.000 l täglich. Es stammt aus dem eigenen Brunnen und wird bis zu 8 mal recycelt, bevor es auf der eigenen Farm zur Bewässerung verwendet wird. So wird das frische Wasser zunächst zur Produktion der weißen Papiere eingesetzt, anschließend für die hellen Farbtöne und dann für die dunklen Farben verwendet, um danach für weitere einfachere Papiersorten Verwendung zu finden.

      Selbstverständlich setzt Khadi weder Chlor noch andere Bleichmittel ein. Die Farbstoffe für die farbigen Papiere stammen von europäischen Produzenten und entsprechen sämtlichen deutschen und europäischen Umweltnormen. Darüber hinaus werden sämtliche Papiere in der Masse mit PH-neutralen, synthetischen Leimen versetzt. Weiße Papiere erhalten nach der Trocknung eine zusätzliche Oberflächenbehandlung mit Gelatine, um eine perfekte Oberfläche für die Aquarellmalerei zu erzeugen.

      Von Khadi werden zur Papierproduktion ausschließlich textil verarbeitete Baumwollabschnitte einer nahe gelegenen T-Shirt Fabrik verwendet, da mit diesen sogenannten Hadern (ursprünglich Lumpen, englisch: „Cotton Rag") wegen der längeren Fasern noch bessere, festere und stabilere Qualitäten erzielbar sind, als mit Baumwolllinters, die ausschließlich vom Baumwollsamen stammen. Bitte beachten Sie dieses Qualitätsmerkmal, wenn Sie Khadi Papiere mit handgeschöpften Papieren aus Baumwolllinters vergleichen.

      Im Gegensatz zu vielen anderen Papieren aus Holzzellstoff (Zellulose), die häufig mit dem Qualitätsbegriff „säurefrei" vermarktet werden, sind und bleiben Baumwollpapiere tatsächlich säurefrei, sofern sie keinen schädlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt werden.

      Die angegebenen Papierformate sind Richtwerte, da echte handgeschöpfte Papiere an allen 4 Seiten unregelmäßige Büttenränder aufweisen. Eine Laufrichtung existiert bei handgeschöpften Papieren generell nicht, da die Papierfasern chaotisch in der Bütte schwimmen und dementsprechend vom Sieb aufgenommen werden.

      Auf diese in der heutigen Zeit nur noch selten anzutreffenden Qualitätsmerkmale weisen wir so ausdrücklich hin, da unter dem Begriff „Büttenpapier" auch maschinell hergestellte Papiere angeboten werden. Auch der Begriff „Büttenrand" wird von anderen Anbietern häufig für gerissene Papiere mit faserigem Rand verwendet.

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