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PVC wird weichgemacht, indem im Heizmischer hartes PVC-Pulver mit einem Weichmacher vermischt wird. Weichmacher setzen die Härte des Kunststoffs herab, sind aber chemisch nicht an den Kunststoff gebunden. Aus diesem Grund sind sie oft flüchtig, so dass weichgemachtes PVC in der Regel nicht für immer richtig weich bleibt. Dementsprechend sind Weich-PVC-Folien nicht für den Außeneinsatz geeignet. Wenn auch die meisten Weichmacher physiologisch unbedenklich sind, ist die Verwendung weichmacherhaltiger Kunststoffe im Lebensmittelbereich und für Kleinkinder-Spielzeug meist unerwünscht. Neben den konventionellen Weichmachern werden für Weich-PVC auch sogenannte Flexibilisatoren verwendet. Diese Stoffe gehen mit dem PVC eine chemische Verbindung ein und sind daher nicht flüchtig. „Flexibilisierte” PVC-Folien bleiben daher wesentlich länger weich. Man spricht im Zusammenhang mit derart weichgemachten PVC auch von „polymer weichgemachtem PVC”. Wenn nicht anders angegeben, bestehen die von uns angebotenen Weich-PVC-Halbzeuge aus einfachem monomer weich gemachtem PVC. Weich-PVC-Folien lassen sich gut mit Nadel, Faden und Nähmaschine oder mit Kunststoff- und Metallnieten verbinden. Dabei sollten die Nähte mit WEICH-PVC-KLEBSTOFF verstärkt werden. Der Nähfuß gleitet auf dem leicht klebrigen PVC am besten, wenn er aus Teflon ist. Preiswerter ist es, SEIDENPAPIER unterzulegen oder den zu nähenden Bereich mit etwas Nähmaschinenöl (SILIKONÖL) gleitfähig zu machen. Wachstuch ist eigentlich ein mittels Beschichtung wasserdicht gemachtes Naturfaser-Gewebe, das früher zum Verpacken eingesetzt wurde, das sich aber heute kaum noch jemand für diesen Zweck leistet, denn es gibt ja Kunststoffe. Was wir hier Wachstuch nennen, wird häufig auf den Esstisch gelegt, und manche fixieren es dann noch mit Metallklemmen an der Tischkante. Eigentlich ist es eine Folie aus weich gemachtem PVC, das auf der unbedruckten Rückseite zur Verstärkung mit einer Stoffgaze (Maschenweite circa zwei Millimeter) kaschiert ist. Doch das Wichtigste sind natürlich die Muster: Farben, Blumen, Karos, Pünktchen – Frohsinn, Frühling, Folklore, es ist die wahre Freude. Wachstücher kann man als abwischbares Tischtuch verwenden oder Geldbeutel, Kulturbeutel, Mäppchen, Umhängetaschen, Schutzhüllen, Armbänder und Vorhänge daraus nähen. Die Gaze auf der Rückseite macht das Material ordentlich zug- und weiterreißfest, wasserdicht ist es sowieso; auch die Verbindung von Gaze und Folie ist wasserfest. Dabei hat das Material nur eine recht geringe Stärke und lässt sich deshalb leicht in Falten legen und falzen; so können beispielsweise Säume schön flach gearbeitet werden. Schneiden kann man die Folie leicht mit einer Schere oder einem Cutter, zum Verkleben sollte man auf die Weichmacherbeständigkeit des Klebstoffs achten. Ein Teflon-Nähfuß gleitet auf dem PVC am besten. Alternativ kann man SEIDENPAPIER unterlegen oder den zu nähenden Bereich mit etwas Nähmaschinenöl (SILIKONÖL) gleitfähig machen. Wenn die Wachsfolie zu irgendeiner Art von Plane oder Vorhang verarbeitet werden soll und stabile Aufhängungen zum Spannen benötigt werden, liegt die Verwendung von ÖSEN oder KLEMMÖSEN nahe.
Wichtig!
Bitte beachten Sie, dass Rollenabschnitte vom Umtausch ausgeschlossen sind.
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