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Acrylglasplatten können universell eingesetzt werden: Für „leichte” Konstruktionen im Möbelbau oder Sichtdisplays, in Bilderrahmen oder als Verglasung sowie für die Schilder- und Leuchtkastenherstellung. Acrylglashalbzeuge vergilben bei Sonneneinstrahlung nicht. Sie sind deshalb bestens für den Außeneinsatz geeignet. Da Acrylglas wie alle Thermoplaste starken Wärmedehnungen unterworfen ist, müssen Befestigungssysteme so gestaltet sein, dass die Platten nie unter Spannung stehen können. Acrylglas ist ein sehr guter Lichtleiter. Diese Eigenschaft macht es zu einem interessanten und vielfältig einsetzbaren Material für Lichtobjekte und Beleuchtungszwecke. Bedenken Sie jedoch, dass das Material Licht über die Fläche aufnimmt und an den Schnittkanten abstrahlt. Die beleuchtete Fläche darf also nicht verdeckt werden. Auch Fräsungen in der Fläche strahlen, wenn die Platte beleuchtet wird. Bitte beachten Sie bei der Wahl des Leuchtmittels, dass die maximalen Gebrauchstemperaturen von Acrylglas zwischen 70 und 80 °C liegen. Häufig werden wir gefragt: worin der Unterschied zwischen Plexiglas und Acrylglas besteht: Unserer Erfahrung nach unterscheidet sich Plexiglas, das Markenprodukt der Firma Degussa, qualitativ nicht von anderem Acrylglas aus westeuropäscher Produktion. Verarbeitung: Acrylglasplatten sollte man sägen. Um möglichst transparente Schnittkanten zu erhalten, empfiehlt sich besonders für den Modellbau die Zugabe von etwas Spülmittel beim Sägen. Hochglänzende Kanten lassen sich durch Schleifen und Polieren erzielen. Acrylglas sollte nicht mit Glasreinigungsmitteln wie Sidolin gereinigt werden, da es angegriffen werden kann. Es empfiehlt sich warmes Wasser mit Spülmittel bzw. spezieller KUNSTSTOFFREINIGER. Extrudiertes PMMA (XT) lässt sich schlechter spanabhebend bearbeiten als gegossenes (GS). Aus diesem Grund empfehlen wir nur dann extrudiertes Material, wenn nicht oder nur wenig gebohrt, gefräst oder gedreht werden soll. Die Wahl des preiswerteren Acrylglas XT ist also sinnvoll für Verglasungen, Bilderrahmungen, im einfachen Modellbau und überall dort, wo unbearbeitete Flächen zum Einsatz kommen. In der für das Auge sichtbaren Transparenz unterscheiden sich die beiden Sorten nicht. Verarbeitungs- und Anwendungshinweise für die Verglasung mit Acrylglasplatten stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung, warm verformen lässt sich Acrylglas XT bei Temperaturen zwischen 150 °C und 160 °C. Acrylglas XT-Platten sind ausgezeichnet für Verglasungen im Innen- und Außenbereich geeignet. Mit der Kreissäge können sie auf das gewünschte Format gebracht werden. Um ansehnliche Kanten zu erzeugen, ist es jedoch unbedingt nötig, die sägerauen Kanten zu schleifen und zu polieren (flammpolieren). Die Platten lassen sich gut bei Temperaturen zwischen 150 °C und 160 °C umformen. Da der Herstellungsprozess der Extrusion gegenüber dem Gießen weniger aufwendig ist, wird Acrylglas XT günstiger angeboten als Acrylglas GS. Nachteil des extrudierten Materials ist allerdings, dass es bei der spanabhebenden Bearbeitung leichter schmilzt. Sollen Acrylglasplatten gebohrt oder gefräst werden, raten wir daher dringend zu Acrylglas GS.
Platten im Format 2000 x 3000 mm
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