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Spinnaker entstammt dem Wortschatz der Segler und bezeichnet ein großflächiges, bauchiges Segel aus eher leichtem Tuch. Die Bezeichnung Ripstop (engl. to rip: einreißen, zerreißen) erklärt sich von selbst, wenn man weiß, dass die etwas stärkeren Fäden, die im Abstand von vier bis zehn Millimeter in das Textil eingewebt sind, das ohnehin nur schwer reißbare Material nahezu unzerreißbar machen – eine Ripstop-Gewebe erkennt man also an der typischen Kästchen-Struktur, die auch noch gut aussieht. Ripstop-Textilien werden in der Regel aus Polyester- oder Nylonfasern gewoben und sind nur ein paar zehntel Millimeter dick – anders ausgedrückt, Ripstop ist ein sehr leichtes Material, dabei aber ausgesprochen robust, auch wenn stärkerer Wind sich darin verfängt und das Wasser von allen Seiten kommt. Die Fasern dieses Ripstops PS sind feiner als die des SCHIKAREX-Nylons, weshalb sich der PS seidiger und weicher anfühlt. Er ist mit 77 g/m² auch stärker und schwerer – selbstverständlich im Vergleich zu anderen Geweben aber immer noch leicht. Ein Vergleich von Spinnakerstoffen aus Nylon (Polyamid) und Polyester: Beide Kunstfasern haben eine sehr gute und miteinander vergleichbare Reißfestigkeit. Polyamid-(Nylon-)fasern dehnen sich unter Zugbelastung allerdings etwas stärker als Polyesterfasern, was vor allem zum Tragen kommt, wenn das Material in irgendeiner Form gespannt oder aufgespannt wird. Nylon nimmt wenig, Polyester sogar ausgesprochen wenig Wasser auf. Beide Oberflächen weisen eine gute Scheuerfestigkeit auf, die UV-Beständigkeit ist bei Polyester in der Regel besser. Anwendung: Ripstop-Textilien werden als Segel- und Drachenstoff eingesetzt, außerdem zu Zelten, Windspielen, Outdoorklamotten und Gleitschirmen vernäht; wir schlagen das Material überdies für die Herstellung von Paravents, Leuchten (mit gehörigem Abstand zum Leuchtmittel) und Raumteilern vor. Aufgrund seiner Robustheit wird es auch als Projektionsfläche für Beamer u.ä. im Außenbereich eingesetzt. Dabei hat Ripstop gegenüber konventionellen Projektionsfolien aus Weich-PVC (die von ihren optischen Werten dem Ripstop allerdings überlegen sind) den Vorteil, dass es bei niedrigen Temperaturen nicht zum Verspröden und Brechen neigt – Ripstop ist also auch eine gute, preiswerte, reißfeste Alternative für Projektionen draußen in der Kälte, aber darüber hinaus auch grundsätzlich ein Material, auf das man gut projizieren kann. Für diese Anwendung empfehlen wir in erster Linie das Gewebe RIPSTOP PS. Eine Alternative, zumindest was den Drachenbau angeht, sehen viele Drachenbauer übrigens in dem Material TYVEK. Verarbeitung: Bei der Verarbeitung des Materials ist Kleben nicht unbedingt zu empfehlen, da sich das Material wellen kann. Besser ist das Vernähen, insbesondere, wenn man die Ränder säumen möchte. Sollen an den Rändern ÖSEN angebracht werden, ist es trotz der guten Reißfestigkeit des Materials ratsam, das Material umzuschlagen und/oder zusätzlich ein Saumband als Verstärkung anzubringen, durch das hindurch die Ösen gesetzt werden. Auch beim Spannen/Tackern des Materials sollte man es an den Rändern umschlagen. Mit einem CUTTER oder einer SCHERE ist es gut zu schneiden.
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