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Shoji JapanpapierShoji Japanpapier (japanisch: shojigami) ist ein durchscheinendes, reißfestes Papier zum Bespannen von leichten Rahmenkonstruktionen aus Holz, die als Fenster, (Schiebe)türen, Raumteiler oder auch Lampen eingesetzt werden. Daneben eignen sich Shojipapiere zum Bemalen mit Tusche – z.B. für Kalligraphien oder zum Bedrucken (Holzschnitt). Traditionelle, hochwertige Shojipapiere bestehen zum größten Teil aus Fasern der inneren Rinde des Maulbeerbaumes (Kozo). Da dieser hochwertige Rohstoff nicht unbegrenzt verfügbar und die Herstellung sehr aufwendig ist (s.a. Strohseide), sind die echten Maulbeerbaum Papiere sehr teuer. Aus diesem Grund bestehen die meisten einfacheren Shojipapiere zu 60-80 % aus Pulp (Holzzellstoff) mit Beimischungen von Viskose- oder Kunstfasern wie z.B. Polyester. Beide Fasersorten sind länger als die Holzfasern des Pulp und erhöhen damit die Reißfestigkeit des Papiers. Außerdem bewirken sie, dass es sich bei Klimaänderungen weniger ausdehnt bzw. zusammenzieht. Ein hoher Polyesteranteil sorgt außerdem dafür, dass das einfache Shojipapier seine Festigkeit auch im feuchten Zustand beibehält. Verarbeitung: Zum Bespannen von hölzernen Rahmenkonstruktionen benötigt man lediglich ein Shojipapier, einen geeigneten Kleister und eine SPRÜHFLASCHE mit Wasser, um das aufgeklebte Papier zu befeuchten und ihm die richtige Spannung zu geben. Es ist dafür kein SPANNLACK nötig. Zum Kleben eignen sich der gebrauchsfertige JAPANISCHE STÄRKEKLEISTER oder TAPETENKLEISTER, der im Verhältnis 1:20 mit Wasser dickflüssig angerührt werden muss. Außerdem sollten zur Hand sein: ein breiter BORSTENPINSEL (MODLER), ein Schwamm, ein Cutter (z.B. der SHOJIPAPIERCUTTER MIT ABGERUNDETER KLINGE) und ein langes Lineal. Klebestreifen zum provisorischen Fixieren des Papiers auf dem Rahmen sind meist in der Verpackung der Rolle enthalten. Wenn der zu bespannende Rahmen sehr viel schmaler als die Shojipapierrolle ist, wird das Papier grob zugeschnitten (ca. 2 cm breiter). Den zu bespannenden Rahmen positionieren Sie am besten auf einem Tisch mit einer sauberen, weichen Unterlage. Legen Sie das Shojipapier parallel an der Oberkante des Rahmens an und fixieren Sie es mittig mit einem Klebestreifen. Dann rollen Sie das Papier ab, richten es möglichst genau parallel zu den Rahmenkanten aus und fixieren es an der Oberkante mit zwei weiteren Klebestreifen. Vor dem Auftragen des Kleisters auf den Rahmen wird das Shojipapier nun wieder aufgerollt. Anschließend befeuchten Sie die Klebeflächen des Rahmens mit dem Schwamm, um zu schnelles Trocknen und Einziehen des Kleisters zu verhindern, und beginnen mit dem Auftrag des Klebers von den inneren zu den äußeren Sprossen. Legen Sie dazu die Flasche mit dem Anschlag (Pin neben der Öffnung) an der Kante an und ziehen sie unter gleichzeitigem Ziehen und leichtem Druck an der Leiste entlang, so dass der Kleber etwa in Spaghettidicke herausgedrückt wird. Ein gleichmäßiger Auftrag ist sehr wichtig, da Stellen mit zu wenig oder zu viel Kleber zu Falten im Shojipapier führen können. Besonders an Kreuzungen der Sprossen aufpassen! Bei unregelmäßigem Auftrag kann der Klebstoff auch mit dem Pinsel verteilt werden. Rollen Sie dann das Shojipapier langsam ab und drücken Sie es gleichzeitig an den Klebestellen an. Versuchen Sie nicht, das aufgeklebte Papier glatt zu ziehen, das könnte Falten geben. Fixieren Sie am Schluss das Papier auch an der Unterseite des Rahmens mit den Klebestreifen. Wenn das Shojipapier jetzt noch nicht ganz perfekt gespannt sein sollte, ist das kein Problem. Sobald der Kleister halb trocken ist (das Papier wird an den Klebestellen wieder weiß), können Sie überstehendes Shojipapier mit Cutter und Lineal parallel zum Rahmen abschneiden. Sehr gut eignet sich hierfür der SHOJIPAPIERCUTTER MIT ABGERUNDETER KLINGE, da seine Klinge auch feuchtes Papier sauber und ohne Einreißen schneidet. Nachdem der Kleister vollständig durchgetrocknet ist, hängt das Papier wahrscheinlich noch etwas durch. Befeuchten Sie die Papierfläche nun gleichmäßig mit dem WASSERSPRÜHER (wie beim Bügeln). Beim Trocknen spannt sich das Shojipapier von selbst und wird schön glatt. Die besten Ergebnisse beim Bespannen von Rahmen mit Papier erzielt man, wenn die einzelnen Rahmenfelder nicht größer sind als DIN A4. Dieses gilt besonders für die Japanpapiere mit Kunststoffschicht HALOCA und SAICO.
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