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Clayspanabhebend bearbeitbar Unter der englischen Bezeichnung Clay versteht man im professionellen Modellbau einen speziellen, an der Luft nicht trocknenden Modellierwerkstoff, der sich bei Zimmertemperatur (15 °C bis 25 °C) spanabhebend bearbeiten lässt. In erster Linie wird Clay (auch Design Clay oder Industrie Plastilin genannt) in der Automobilindustrie bei der Formfindung an Karosseriemodellen eingesetzt. Um die Materialkosten in Grenzen und das Gewicht der Modelle niedrig zu halten, trägt man die grobe Form mit dem Clay auf einen Grundkörper aus HARTSCHAUMSTOFF (z.B. Polystyrolschaum) oder Holz auf. Das bei 20 °C relativ harte Material wird dafür im Ofen auf, je nach Clay, 50 °C bis 65 °C vorgewärmt, damit es geschmeidig wird und sich gut anmodellieren lässt. Nachdem der aufgebrachte Clay abgekühlt und dabei wieder hart geworden ist, kann er im Gegensatz zu normalem Plastilin spanabhebend bearbeitet werden. Mittels Schaben oder Kratzen nähert man sich der gewünschten Form an. Im industriellen Maßstab werden für diese Arbeit computergesteuerte Fräsmaschinen eingesetzt, die Modelloberflächen danach erneut gescannt und wieder in CAD-Daten zurückgeführt. Hat man zuviel weggenommen, kann erneut warmer Clay aufgetragen werden, nachdem die Oberfläche zuvor mit einer Heißluftpistole leicht angewärmt wurde. In der Automobilindustrie werden die fertigen Modellstudien meistens mit speziellen Folien oder Lacken überzogen, um die Anmutung einer lackierten Karosserie zu erzielen. Falls notwendig können diese Folien oder Lacke später wieder entfernt werden, um erneut Änderungen an der Form vorzunehmen. Diese sehr speziellen Materialien werden von Modulor bis jetzt nicht angeboten - Oberflächen aus Clay lassen sich aber auch gut mit ABTÖN- oder DISPERSIONSFARBE behandeln.
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