Ein Produkt der jüngeren Zeit ist die sogenannte MDF-Platte, das „medium density fibreboard“. Sie ist ein mittelharter Faserplattentyp mit hoher Oberflächendichte. Hergestellt wird die Platte aus Nadelhölzern im entrindeten Zustand, was die relativ helle Farbe erklärt. Interessant: Für die Herstellung einer 16 mm dicken Platte wird ein Faserkuchen von nahezu einem Meter Dicke aufgeschüttet und verpresst.
Die Biegefestigkeit der MDF Faserplatten ist fast doppelt so hoch wie die von einfachen Holzspanplatten. Damit ist MDF ein einfacher und preiswerter Werkstoff für den Bau von Möbeln und im Innenausbau. Einzig kritisch ist das relativ hohe Gewicht: Ein Quadratmeter MDF mit Grundierfolie in 16 mm wiegt etwa 11,64 kg, in 19 mm etwa 13,82 kg. Ihre homogene und glatte Oberfläche bietet roh oder klarlackiert einen hübschen Anblick und ist somit auch für den Architekturmodellbau interessant.
Die Verarbeitung des MDF erfolgt mit den üblichen für Vollholz geeigneten Maschinen und Werkzeugen. Besonders hervorzuheben ist die gute Fräsbarkeit dieses Werkstoffs. Es empfiehlt sich für alle spanabhebenden Bearbeitungsverfahren die Verwendung von hartmetallbestückten Werkzeugen, denn die hohe Dichte der Platten bedingt höheren Werkzeugverschleiß. Die Platten lassen sich problemlos direkt lackieren.
braun, Stärke der Decklagen: 4 mm, Stärke der Stege: 3 mm, Stegabstand 60 mm, 9,7 kg/m², V20 (Verklebung nicht wasserfest), E1 (Emissionsklasse 1, mit niedrigster Formaldehydabgabe gemäß DIN EN 13986)