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Pappwabenplatten

Informationen zu Pappwabenplatten

Pappwabenplatten vereinen - wie die mit Kunststoffschaum gefüllten Sandwichplatten - zwei äußerst positive Materialeigenschaften: sie sind leicht und dennoch stabil. Wie stabil die Pappwabenplatte ist, zeigt sich an folgendem Messergebnis: eine vierseitig aufgelagerte, kartonkaschierte Platte mit den Maßen 20 x 500 x 800 mm biegt sich allenfalls 6 mm durch, wenn sie zentral mit einem Gewicht von etwa 100 kg belastet wird. Dieselbe Platte ist druckfest bis zu einer Belastung von 35 bis 40 Tonnen pro Quadratmeter! Anders gesagt: eine 10 x 10 Zentimeter große Fläche kann mit 350 bis 400 kg belastet werden.

Anwendung findet die Pappwabenplatte eigentlich als Material für die Herstellung von Einwegpaletten oder Türfüllungen mit Wabenkern. Wir bieten sie an als Baustoff im Messe- und Ausstellungsbau, zum Bau von Möbeln oder Spielhäusern für Kinder, als leichtes und unkompliziert zu bearbeitendes Kulissenmaterial für den Bühnenbau bei Film, Theater oder Fernsehen, als kaschierfähige Trägerplatte zum Aufziehen von Plänen, Fotos, Plakaten und und und...

Schneiden lassen sich die verschiedenen Pappwabenplatten gut mit Kreis-, Stich- oder Laubsäge. Wenn Sie nicht selbst sägen möchten, bringt unser ZUSCHNITTSERVICE die Platten für Sie auf Maß. Die papierkaschierten Exemplare sind ebenfalls mit dem Cutter sehr gut auch rund zu schneiden: freihändig oder am Lineal die Klinge flach durch das Material ziehen.

Knicken: Das Knicken fällt bei papier- und kartonkaschierten Platten unterschiedlich leicht. Papierkaschierte Platten werden einseitig mit dem Falzbein geschwächt und über eine Kante gebogen. Dabei entsteht eine nach außen runde Ecke, innen ist das Deckpapier geknittert. Das kartonkaschierte Material ist nur nach Entfernen eines Deckschichtstreifens auf der Knickinnenseite knickbar.

Prägen: Vertiefungen werden durch einseitiges Einschneiden der Platte bis zur gewünschten Tiefe der „Prägung“ und anschließendes Eindrücken mit Holzstück und Hammer hergestellt. Das funktioniert allerdings nur bei kleinen Flächen bzw. nach und nach, da die Platte wie oben beschrieben extrem druckfest ist.

Lochen lässt sich die Pappwabenplatte mit Bohrmaschine oder Stichel. Sollen papierkaschierte Platten aufgehängt werden, empfiehlt sich die Anbringung eines Rohrabschnittes oder zusammengerollten Kartons im Loch.

Verbinden: Flächig lassen sich die kartonkaschierten Platten mit Sprühkleber, X-FILM DX oder TESA ALLESKLEBER (Technicoll) kleben. Geklebte Eckverbindungen sollten nicht stumpf ausgeführt werden, da die „hohle“ Platte kaum Klebefläche anbietet. Besser gelingen diese Verbindungen, wenn man falzt und flächig klebt. Stoßverbindungen lassen sich folgendermaßen herstellen: einen Zapfen bei der „auftreffenden“ Platte stehenlassen und in einem Schlitz (durchgeschnitten oder nur geprägt) der anderen Platte versenken. Gegebenenfalls mit einem Stift sichern.

Kartonkaschierte Platten können auch mit Schraube und Mutter verbunden werden. Dabei sollte eine möglichst große Unterlegscheibe verwendet werden. Eine Stoßverbindung ergibt sich mit Hilfe eines verschraubten Pappwinkels.

Kantenschutz: Zum Schützen der Kanten kann PVC U-Profil oder Kraftpapier-Nassklebeband verwendet werden. Auch Hartpapier-Rohre eignen sich als Verbindungs- oder Abschlusselement. In die Kanten der kartonkaschierten Platten lassen sich passende Holzleisten einleimen. Dazu das Wabenmaterial im Kantenbereich mit dem Cutter entfernen, Decklageninnenseiten und Holzleiste mit Klebstoff (z.B. PATTEX) einstreichen und die Leiste nach Abtrocknen des Klebstoffs vorsichtig zwischen den Decklagen einschlagen.

Kaschieren: Die Platten werden beklebt/kaschiert mit doppelseitigem X-Film, Sprühkleber, TESA ALLESKLEBER (Technicoll) oder Kleister. Beklebt man die papierkaschierte Pappwabe, bleibt die Wabenstruktur zumindest beim Aufziehen dünner Materialien erkennbar, die kartonkaschierte Platte dagegen ist glatt. Gegenkaschieren der Platten ist empfehlenswert, wenn auf absolute Planlage der Platte Wert gelegt wird.