Stadtguerilla im Wandel
01. März 2010 | von Stefan FeuersteinGuerilla Gardening ist eine weltweite Bewegung, ein weltweites Netzwerk von Leuten, die einen Teil ihrer Zeit damit verbringen, brachliegende Flächen, vor allem in Städten, illegal zu bepflanzen, oder besser: zu bepflanzen, ohne vorher jemanden zu fragen, ob es denn recht ist. Das kann beispielsweise auch eine Verkehrsinsel sein, die dann ein bisschen mehr Grün oder Blumenbunt bekommt. Eine herausragende Figur innerhalb dieser Bewegung ist Richard Reynolds, der zum einen die Webseite www.guerrillagardening.org gemacht hat, zum anderen ein Buch zum Thema geschrieben hat, das er Guerilla Gardening, ein botanisches Manifest genannt hat – und des weiteren in London selbst als Gärtner tätig ist. Das Buch ist Ende 2009 auf Deutsch erschienen und wir haben es jetzt im Sortiment, weil es unterhaltsam und lesenswert ist.
Warum kommen immer mehr Menschen auf die Idee, Lavendel oder Sonnenblumen an einem Unort anzupflanzen? Ist es eine Form von Protest, reiner Gestaltungswille, ein Ohnmachtgefühl, das sich auf konstruktive Weise Luft macht oder Freude an der Subversivität? Dies und das vermutlich. Das Buch beschäftigt sich jedenfalls auch mit dieser Frage, gibt dem angehenden Untergrund-Gärtner ein paar Tipps mit auf den Weg und inspiriert zu eigenen Pflanzungen. Eine sehr sympathische Guerilla, die da unterwegs ist – werfen Sie einen Blick auf die Seite und/oder ins Buch.
Ach so, und die Prinzessinnengarten-Leute gehören auch hierher, die pflanzen Salat an, mitten in Kreuzberg …




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