Kategorie „Events + Termine“
17. August 2010 | von Stefan Feuerstein
Zum ersten Mal ist mir ein Projekt dieser Art in Berlin-Wedding begegnet, wann, weiß ich nicht mehr, jedenfalls gab und gibt es dort eine ganze Menge leer stehender Geschäftsräume, bei denen nicht unbedingt mit einer baldigen Vermietung zu rechnen war/ist. Dann muss der Vermieter doch ein Interesse daran haben, dass dort irgendetwas passiert, wenn es denn kostenneutral geschieht, dachten sich die Initiatoren, die die recht nah beieinanderliegenden Läden zu temporären Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen machten. Beim Kaufhaus auf Zeit läuft es ähnlich: der Eigner stellt einen verwaisten Geschäftsraum für eine befristete, vorher festgelegte Dauer zur Verfügung. Mieter sind Kunsthandwerker der Region, die dort ihre Werke gemeinsam ausstellen und verkaufen. Toter Stadtraum wird belebt, wobei alle profitieren: der Vermieter vermietet mit höherer Wahrscheinlichkeit, die Handwerker/Künstler haben ein Verkaufsforum, das neugierig macht und die potenziellen Besucher haben etwas zu tun am Samstag Nachmittag – eine Sieg-Sieg-Situation also. Aktuelles Beispiel: das ehemalige Café Gebhardt in Aalen/Baden Württemberg. Wenn Sie von irgendeiner Richtung kommend, Interesse an einer eigenen, solchen Geschichte haben, schauen Sie doch mal auf diese Seite:
www.kaufhausaufzeit.de

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11. August 2010 | von Stefan Feuerstein
Der James Dyson Award 2010 geht langsam in die entscheidende Phase. Er steht wie immer unter dem sachlichen Motto „Konstruiere etwas, das ein Problem löst” und ist ein internationaler Design-Wettbewerb. Bislang sind die Wettbewerbsbeiträge noch nach Nationen getrennt (was einen zusätzlichen Aspekt in die Sache bringt, denn diese Aufteilung inspiriert zu voreiligen Thesen über Design-/Ingenieursmentalitäten der vertretenen Länder!) und man kann die Beiträge im Netz begutachten und auch bewerten. Momentan werden sie parallel von einer Jury begutachtet, bis diese dann am 24. August eine Auswahl von 20 Projekten auf internationaler Ebene präsentiert. Der endgültige Sieger wird im Oktober bekanntgegeben …
www.jamesdysonaward.org

Hat sicherlich auch in Zukunft noch das Zeug zum Bestseller: ein deutscher Beitrag, der sich mit effektiver Bekämpfung von Ölteppichen beschäftigt. Quelle: jamesdysonaward.org
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02. August 2010 | von Stefan Feuerstein
Ein wunderbar passender erster Beitrag für die neue Kategorie „Ungesehene oder (fast) verpasste Ausstellungen” ist die Schau „Das ungebaute Berlin“ im selbst sehenswerten Café Moskau, die immerhin noch bis zum 15. August dauern wird – alle haben also noch eine Chance. Zu sehen sind Pläne und Modelle von Projekten für die spätere, gewesene oder wieder gewordene Hauptstadt Berlin , die nicht realisiert wurden. Natürlich ist Albert Speer vertreten, aber auch Peter Zumthor und seine nicht nur nicht realisierte, sondern auch nicht realisierbare Vorstellung von Gedenkstättenarchitektur – neben anderen. Mit zeitgenössischen Architekten wurden im Vorfeld der Ausstellung Interviews geführt, die man in der Ausstellung auch zu hören bekommt.
Die Eröffnung ist bereits lange vorbei,
die Ausstellung ist noch zu sehen bis 15. August 2010, täglich 10.00 bis 20.00 Uhr
Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34
U-Bahn: Schillingstraße

Hugo Härting, Hochhausstadt am Gendarmenmarkt
Quelle: Das ungebaute Berlin
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05. Juli 2010 | von Axel Roedel
Nein, das naheliegende Wortspiel mit der Macht und der Kunst mache ich jetzt nicht, auch wenn es in der Veranstaltung „The Arts and the City II – Kunst macht Quartier. Kultur als Entwicklungsstrategie? Zwischen Aufwertung und Empowerment“ natürlich darum gehen wird, wer darüber bestimmt wie sich Stadtraum entwickeln soll, wer also die Macht hat und welchen Einfluss Kunstprojekte im Stadtraum haben können. Ermächtigen sie tatsächlich Bewohner, selbstbestimmt in ihrer Umgebung zu leben und zu gestalten oder bleiben sie das von außen eingepflanzte Ereignis, das nach kurzer Aufmerksamkeit wieder verdorrt? Lassen sich darüber überhaupt verallgemeinernde Aussagen treffen oder ist es nicht immer eine Frage des Projekts und des Kontextes? Wo sehen sich Kunst und Künstler, wo will Gesellschaft sie sehen? Möchte Kunst einen Nutzen haben, lässt sie sich nutzen, wo fängt das Ausnutzen oder gar der Missbrauch an? Ist es überhaupt zu vermeiden, dass mittelbar politisch und finanziell Kunstprojekte „ausgenutzt“ werden? Was ist das Ziel von Stadtentwicklung und sind Aufwertung und Gentrifizierung zwei nicht zu trennende Größen? Sind Kunstprojekte überhaupt ein adäquates Mittell für Stadtentwicklung? Fragen über Fragen, deren Klärung eventuell am 08.07. gelingt.
Am 8. Juli, von 11–21 Uhr. Forum Factory, Besselstraße 14
Die Teilnahme ist kostenlos
Um Anmeldung unter kontakt@berliner-kunsthalle.de bis 6. Juli wird gebeten, folgendes Programm ist geplant:
(weiterlesen…)
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02. Juli 2010 | von Axel Roedel
Wer ein Beispiel sucht für ein gesellschaftlich wirksames Engagement, das sich nicht allein auf eine eintägige Aktion beschränkt, kann am Samstag, 03.07. auf der Bergmannstraße die Lange Tafel in Berlin besuchen. Bereits am vergangenen Wochenende fanden in der Reuterstraße und der Heidelberger Straße große Spaghettiessen statt und nun essen Anwohner und Besucher der Umgebung der Bergmannstr. zusammen Spaghetti. Dabei tun sie das, was man beim Essen eben tut – sie reden miteinander. Auf diese Weise kommen Menschen aus verschiedenen Generationen, mit verschiedenem kulturellen Hintergrund zusammen und ins Gespräch.
Isabella Mamatis, die Initiatorin der Langen Tafeln, begreift die großen Spaghettiessen als zweiten Akt eines großen Theaterstücks, dass sich über etliche Wochen erstreckt. Erster Akt ist die Vorbereitung im Frühling in diversen Schulen: Schüler erstellen Chroniken, in diesem Jahr zum Thema „Geschichten meiner Familie zur Migration“. Die aufgeschriebenen Geschichten werden beim zweiten Akt an langen Leinen neben den Langen Tafeln ausgehängt und sorgen für Gesprächsstoff. Der dritte und letzte Akt ist dann im Herbst die Reflexion in einer Ausstellung. Aus dem diesjährigen Thema hat sich darüber hinaus eine beachtliche Initiative entwickelt. „Denk mal für Migration“ ist eine Datenbank für Migrationsgeschichten. Berührend, manchmal auch traurig oder tragisch, und immer sind die Geschichten so passiert, wie sie hier zu lesen sind.

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25. Juni 2010 | von Stefan Feuerstein
Heute geht es los: 48 Stunden Neukölln, ein buntes und vor allem nichtkommerzielles Kunst- und Kulturfestival, das dieses Jahr bereits zum 12. Mal stattfindet. Von Freitag, 19.00 Uhr bis Sonntag, 19.00 Uhr wird an vielen, vielen Orten getanzt, gemalt, gebrummt und all das. Noch einmal: All das ist nicht kommerziell, das heißt, es gibt Kunst und Freude für umsonst.
Die Webseite 48 Stunden Neukölln
Zur Einstimmung der fetzige Tag eines Neuköllner Writers namens … – oder ist es so einfach nicht und dies´ Werk weitaus änigmatischer als von mir voreilig angenommen?

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17. Juni 2010 | von Stefan Feuerstein
… unter diesem Motto lädt der Berliner Kunsthalle e.V. (auch: Initiative Berliner Kunsthalle) am nächsten Dienstag zu einer Tagung, moderner formuliert, zu einem Open Space. Ziel dieser offenen Runde ist das Finden neuer Wege der Kunstpräsentation, von „neue[n] Wege[n] der künstlerischen Raumnahme“, wie es der Verein selbst formuliert. Dabei soll auf die Ergebnisse, die beim ersten Open Space am 9. Mai diesen Jahres herbeigedacht und aufgeschrieben wurden, zurückgegriffen werden. Man hat vor einem guten Monat beispielsweise eine Idee mit dem Titel Satellitensystem diskutiert, die Kunststützpunkte über die ganze Stadt verteilt vorsieht, von denen aus Kunst zu den Menschen strömen soll, die aber auch als Mikrofone für Geräusche um sie herum fungieren sollen. Das war jetzt meine aufgeblähte Interpretation …
Die Initiative ist kein Laberverein. Sie setzte sich in den letzten beiden Jahren Erfolg versprechend für eine Berliner Kunsthalle am (ehemaligen) Berliner Blumengroßmarkt ein – auch wenn die Konkretisierung nach den Beschlüssen des Berliner Abgeordnetenhauses vor ein paar Monaten in weitere Ferne gerückt ist. Trotzdem: Wer in den letzten Jahren einmal durch die südliche Friedrichstadt gelaufen ist, kann sich nur freuen, dass jemand die Initiative für Veränderungen dort ergreift und kann nur hoffen, dass dieses Projekt, das die Alternative zu finanzkräftigeren Kahlschlaginvestoren ist, konkretisiert wird.
Anmeldung bis 20. Juni 2010 unter kontakt@berliner-kunsthalle.de
22. Juni 2010, 18.00 bis 22.00 Uhr
Forum Factory
Besselstraße 14
U-Bahn Kochstraße
Mehr Infos unter berliner-kunsthalle.de

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14. Juni 2010 | von Stefan Feuerstein
… so heißt die Ausstellung. Gezeigt werden lebensgroße Selbstportraits von Berliner Küchenchefs, die mit der Imago-Kamera entstanden sind. Was ist die Imago Kamera? Das ist die größte, begehbare Kamera der Welt, die von außen ein wenig an eine alte Dampf-Lokomotive erinnert; das Motiv betritt den Innenraum der Kamera, begegnet seinem (übrigens) seitenrichtigen gespiegelten Ebenbild, posiert, drückt auf den Selbstauslöser und wirft so sein Bild auf ein Silbergelatine-Umkehrpapier im Format von 60 x 200 cm. Dieser Abzug ist ein Unikat; es gibt kein Negativ bei dieser Prozedur. Herrin über diese Maschine ist übrigens Susanna Kraus, die mit ihrer Kamera zusammen mit uns ab Frühling nächsten Jahres den Planet Modulor besiedeln wird. Aber zurück zur Ausstellung: Vernissage ist heute ab 18.00 Uhr, die Ausstellung wird gezeigt vom
15. Juni – 25. Juli 2010,
in der Galerie im Einstein, Unter den Linden 42

mehr infos hier als PDF:
BerlinerKoeche
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11. Juni 2010 | von Stefan Feuerstein
So, heute geht es dann also los in Südafrika, vermutlich haben Sie Ihre Homezone-Projektionswand für die Beamer-Übertragung schon fertiggestellt – die Uni Hohenheim hat nämlich für ihre große WM-Studie Deutsche befragt und herausgefunden, dass 90 % der Befragten die Spiele zu Hause auf dem Sofa verfolgen wollen. Kein Public Viewing also, alle hocken zu Hause. Wieso das denn? Wen hat die Uni Hohenheim denn da eigentlich befragt? Egal, herausgefunden haben die „Forscher“ außerdem, dass die Deutschen in diesem Jahr nur 36 € für Fan-Artikel ausgeben wollen. 2006 waren es noch ungefähr 70 €. Wenn Sie noch nicht wissen, wie Sie Ihre statistischen 36 Euro investieren wollen, der niederländische Fußballverband hatte ein gute Idee für die Gestaltung seines offiziellen WM-Shirts. Wie wäre es mit nachmachen? Die nötige Transferfolie gibt es hier …

Quelle: The Cool Hunter
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10. Juni 2010 | von Stefan Feuerstein
Es ist lustig, verrückt und typisch. Wenn man etwas tut, ergibt sich daraus auch meistens etwas Anderes, heißt hier: Leute aus dem Hause Modulor sprachen mit Politikern und anderen Funktionsträgern, um das Projekt „Planet Modulor“ ins Leben zu rufen, voranzubringen, respektive zu realisieren, und daraus ergeben sich Bekanntheiten, ich will nicht sagen Beziehungen, denn das klänge anrüchig und zweideutig und das muss es nicht. Vermutlich aufgrund solcher Bekanntheiten wird Andreas Krüger, einer der Modulor-Geschäftsführer, an einer Podiumsdiskussion zu einem zunächst überraschenden Thema teilnehmen: Emmely. Emmely, bzw. Barbara E., wurde in den letzten zwei Jahren zur tragischen Symbolfigur wegen eines Bagatelldeliktes; sie hatte als Kassiererin bei Kaisers Pfandbons im Wert von 1,30 € „unterschlagen“ und verlor nach 30 Jahren ihre Arbeit.
Heute Abend sollen die Auswirkungen dieses bekannten Falles in einer Podiumsdiskussion beleuchtet und diskutiert werden – und unser Herr Krüger wird die Position von Modulor bei Bagatelldelikten und die generelle Haltung der Firma gegenüber seinen Mitarbeitern in die Runde einbringen und dabei versuchen, den oft beschworenen, gewachsenen „Geist“ der Firma nachvollziehbar zu machen.
Donnerstag, 10. Juni 2010, 18.00 Uhr
Europasaal im Mosse Palais am Potsdamer Platz
Voßstr. 22, 10117 Berlin
U- und S-Bahn Potsdamer Platz
Mehr Infos hier als PDF
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