12. März 2010 | von Stefan Feuerstein
Halbwissen ist ein faszinierendes Feld. Es gibt wunderbare Beispiele, populäre Irrtümer, über die mittlerweile auch Bücher geschrieben werden. Mir fällt dabei als erstes das Abschrecken von Eiern ein, das in der Hoffnung geschieht, dass sie sich nach dem Kälteschock besser schälen lassen; denn die Haut unter der Schale zieht sich dann zusammen und erst danach lässt sich die Schale sauber ablösen. Klingt nach Physik und richtig, ist aber quatsch. Bei Zeit Wissen wurde jetzt die Frage beantwortet, ob man Wunden und Risse, an der menschlichen Haut wohlgemerkt, auch mit Sekundenkleber behandeln kann, denn schließlich wurde der angeblich genau für diesen Zweck von der Ami-Armee entwickelt (hier ist sie wieder, die Story, die Erklärung, die einen dazu bringen kann, die Schote zu glauben.)
Und? Es ist tatsächlich wahr, zumindest teilweise. Mittlerweile wird Sekundenkleber tatsächlich speziell dafĂĽr hergestellt, kleinere offene Wunden schmerzfrei, also ohne Nähte, zu schlieĂźen. Der Stoff Cyanacrylat, auf dem sämtliche Sekundenkleber basieren, hat zwei Eigenschaften, aufgrund derer er sich dafĂĽr besonders eignet. Feuchtigkeit stört die Aushärtung nicht – im Gegenteil, Feuchtigkeit, ist notwendig, damit der Klebstoff wirksam wird. Zweitens: Cyanacrylat ist am effektivsten bei kleinen, am besten punktuellen Verklebungen. Die Anforderung, die Verklebung möglichst groĂźflächig anzulegen, entfällt. Bitte verwenden Sie unsere Sekundenkleber dennoch nur zum Basteln und Reparieren …
Mehr bei: Zeit Wissen
Weitere Infos zu Sekundenklebern hier.

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10. März 2010 | von Axel Roedel
Bravo, Herr Waltz, wir gratulieren herzlich zur Verleihung des Oscars! Der glamouröseste und populärste Preis der Branche – ob es auch der wichtigste ist, vermag ich nicht zu sagen, das bewertet wahrscheinlich jeder anders – ist aber sicherlich fĂĽr jeden Schauspieler eine ganz besondere Auszeichnung und nun verbindet Sie mehr als „nur“ der Beruf mit Jeff Bridges und Sandra Bullock. Warum gerade wir gratulieren? Nun – wir verehren Quentin Tarantino, freuen uns ĂĽber eine Auszeichnung, die auch ein bisschen eine Produktion der Babelsberger Filmstudios trifft – und nicht zuletzt: Erst vor ein paar Tagen wurden Sie in unserem Geschäft gesehen, womit sich wieder einmal bestätigt: Man hat zu allen Menschen auf der Welt ĂĽber maximal vier andere Menschen eine Verbindung, ach Sandra …
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08. März 2010 | von Christoph Schulze
Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen dreier Berliner Hochschulen werden im Juli die deutsche Hauptstadt auf dem Solar Decathlon in Madrid vertreten. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wetteifern Studenten der ganzen Welt um die Erstellung des effizientesten und innovativsten Energie-Plus-Hauses, das allein mit Sonnenkraft energetisch versorgt wird. Am 24. Februar war Richtfest des Berliner Beitrags.
Dieser glänzt neben einer überzeugend klaren und aussagekräftigen Architektur durch die enge Verzahnung verschiedener Baustoffe, Energiespar- und –erzeugungstechiken.
Außerdem präsentiert sich das Team in angenehmer und äußerst professioneller Weise. Besonders schön das Imagevideo, aber auch die Demovideos für die verschiedenen Technikbereiche sind überdurchschnittlich instruktiv. Ein Besuch der Website lohnt in jedem Fall.
Besonders interessant dürfte auch die im Rahmen des Projekts erstellte Ökobilanz werden, denn nur zu oft musste man nach genauerer Betrachtung moralisch-ökologisch korrekten Verhaltens feststellen, dass man energetisch oder ökologisch draufgezahlt hatte.
Wir bleiben dran …

Quelle: living equia
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04. März 2010 | von Dörte Bühring
Das US-Fachmagazin „Science“ kĂĽrt jedes Jahr die besten BrĂĽcken zur Wissenschaft – Simulationen, Grafiken, Mikroskopaufnahmen oder nachgebaute Modelle, die wissenschaftliche Phänomene anschaulich erklären. Ausgezeichnet wurde 2009 unter anderem ein Modell von Forschern der University of Pennsylvania in Philadelphia. Diese haben 75 000 Kabelbinder zusammengeschnĂĽrt, um zu illustrieren, wie sich die Zellen im Inneren von Blut- und Lymphgefäßen (Endothelzellen) zu einem dreidimensionalen Geflecht zusammenlagern.
Inspiriert? Kabelbinder finden Sie hier.
Quelle: www.welt.de

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01. März 2010 | von Stefan Feuerstein
Guerilla Gardening ist eine weltweite Bewegung, ein weltweites Netzwerk von Leuten, die einen Teil ihrer Zeit damit verbringen, brachliegende Flächen, vor allem in Städten, illegal zu bepflanzen, oder besser: zu bepflanzen, ohne vorher jemanden zu fragen, ob es denn recht ist. Das kann beispielsweise auch eine Verkehrsinsel sein, die dann ein bisschen mehr Grün oder Blumenbunt bekommt. Eine herausragende Figur innerhalb dieser Bewegung ist Richard Reynolds, der zum einen die Webseite www.guerrillagardening.org gemacht hat, zum anderen ein Buch zum Thema geschrieben hat, das er Guerilla Gardening, ein botanisches Manifest genannt hat – und des weiteren in London selbst als Gärtner tätig ist. Das Buch ist Ende 2009 auf Deutsch erschienen und wir haben es jetzt im Sortiment, weil es unterhaltsam und lesenswert ist.
Warum kommen immer mehr Menschen auf die Idee, Lavendel oder Sonnenblumen an einem Unort anzupflanzen? Ist es eine Form von Protest, reiner Gestaltungswille, ein Ohnmachtgefühl, das sich auf konstruktive Weise Luft macht oder Freude an der Subversivität? Dies und das vermutlich. Das Buch beschäftigt sich jedenfalls auch mit dieser Frage, gibt dem angehenden Untergrund-Gärtner ein paar Tipps mit auf den Weg und inspiriert zu eigenen Pflanzungen. Eine sehr sympathische Guerilla, die da unterwegs ist – werfen Sie einen Blick auf die Seite und/oder ins Buch.
Ach so, und die Prinzessinnengarten-Leute gehören auch hierher, die pflanzen Salat an, mitten in Kreuzberg …

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25. Februar 2010 | von Henning Goetz
Der geschĂĽtze Name dieses Farbsystems lautet historisch bedingt „Natural Color System“. Dieses wird seit den späten 20er Jahren des 20. Jahrhunderts beständig fortentwickelt und wird weltweit von „NCS Colour Centern“ betreut und vertrieben.
Mit diesem System lassen sich alle visuell unterscheidbaren Farben beschreiben und innerhalb der NCS Nomenklatur systematisch benennen. Ausgenommen sind Sonderfarben wie irisierende oder auch metallisch glänzende Farben.
Die Benennung der Farben erfolgt durch zwei Zahlengruppen, von denen die erste die sogenannte Nuance angibt und die zweite den sogenannten Buntton. Die Nuance gibt dabei den Hell-Dunkel-Anteil und die Farbsättigung an. Der Buntton hingegen gibt die Farbmischung aus den vier Grundfarben Gelb, Rot, Blau und Grün an.
Die numerische Erfassung erfolgt in Prozentangaben, die die Position des Farbtons zwischen den entsprechenden Bezugspunkten bestimmen. Der Begriff „Natural“ rĂĽhrt nun daher, dass die prozentualen Abstufungen nicht nach physikalischen Messwerten erfolgen, sondern in jahrzentelanger Arbeit mit tausenden von Probanden empirisch bestimmt wurden. Das NCS System ist damit sehr anwendungsbezogen und auf die Farbwirkung hin orientiert. Die systematische Benennung nun unterscheidet das System vorteilhaft von anderen Systemen, die Farbtöne zwar nummerieren, die aber ohne ein Farbfeld bzw. den entsprechenden Farbfächer keine Bedeutung haben.
Zur Auswahl der Farbtöne bietet NCS ein Reihe von Produkten an, die derzeit 1950 verschiedene Farbtöne in Farbfeldern darstellen und die mit einem sehr farbbeständigen Zelluloselack erstellt werden, beispielsweise:
NCS Index 1950 Original

www.ncscolour.de
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23. Februar 2010 | von Stefan Feuerstein
Carbon und Nano in einer Ăśberschrift: das ist eine Elefantenhochzeit – zwei Schwergewichte kommen zusammen: Das High-Tech-Material Carbon und die Nanotechnologie, die mittlerweile in den unterschiedlichsten Branchen angekommen ist. Die Firma Bayer produziert unter dem Namen Baytubes klitzekleine Kohlenstoff-(Carbon)-Röhrchen, die anderen Materialien beigemischt werden. In letzter Zeit war von verschiedenen Praxis-Anwendungen der Mini-Röhrchen die Rede …
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18. Februar 2010 | von Stefan Feuerstein
Schauen Sie mal …
Nicht schlecht oder? Sehr gut sogar, dachten sich zwei Biophysiker von der Uni Göttingen, denn die Elefanten sind nicht nur ĂĽberaus lernfähig, sondern haben beim Malen auch ein Werkzeug zur VerfĂĽgung, das sich drehen, winden und wenden kann, wie ein Aal – nämlich ihren RĂĽssel. Man vergleiche ihn einmal gedanklich mit einem menschlichen Arm: Der ist zwar auch ungeheuer vielseitig, nimmt man allein die unendlich vielen Tätigkeiten, die eine Hand ausfĂĽhren kann, aber der Ellenbogen ist eben kein Kugelgelenk und deshalb auch nicht nach allen Seiten drehbar. Also lieĂźen sich die beiden Forscher bei der Entwicklung eines Roboterarmes von dem ElefantenrĂĽssel inspirieren und heraus kam dieser Roboterarm …
Da fehlt noch ein bisschen die Expressivität, auch müssen die Verrichtungen bislang noch Schritt für Schritt vorab programmiert werden, aber die Wissenschaftler arbeiten bereits an der Lernfähigkeit des Metallrüssels …
Mehr Infos unter: www.bccn-goettingen.de/Groups/GroupCN und idw-online.de/pages/de/news353685
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17. Februar 2010 | von Stefan Feuerstein
Vorgestern ging es um eine medizinische Anwendung von Silikon, heute machen wir einen Schwenk zu Sam Jinks, der auch mit diesem Material arbeitet, allerdings in einem kĂĽnstlerischen Kontext. An der Oberfläche, im eigentlichen Sinne des Wortes, sind diese beiden Verwendungen von Silikon vergleichbar, mehr aber auch nicht. Bitte bilden Sie sich selbst Ihre Meinung zu seinen Arbeiten, ein Nebeneinander lag jedenfalls nahe, als ich gestern in Heft Nr. 3 der Zeitschrift Objects auf einen Bericht ĂĽber Sam Jinks stieĂź …

Quelle: Sam Jinks
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15. Februar 2010 | von Stefan Feuerstein
Die Komplexität von modernen Handprothesen ist faszinierend – ein Segen für manche, andererseits aber auch ein bisschen gruselig. Eine menschliche Hand besteht aus 27 Knochen, 33 Muskeln. Nimmt man an, jedes einzelne Gelenk könnte nur drei Positionen einnehmen, ergäben sich 31 Milliarden mögliche Handstellungen. Ziel moderner Handprothetik ist es einerseits, die Vielseitigkeit der menschlichen Hand mechanisch nachzustellen, andererseits, eine künstliche Hand im Aussehen einer „echten“ zum Verwechseln ähnlich zu machen.

Quelle: www.handprothese.de
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